BRITFLEX® - Einprofilübergang

 

 

Der BRITFLEX® - Fahrbahnübergang ist ein oberflächengleicher mechanischer Fahrbahn-übergang mit einem Elastomerprofil zwischen zwei Metallrandprofilen. Die Randprofile werden  in einem schnell aushärtenden Elastomerharzverbund, dem BRITFLEX® - Polymerbeton eingegossen.

Die Verankerung zum Tragwerk wird durch die bemerkenswerten Hafteigenschaften des speziellen Polymerbetons erzielt.

 

Es werden zwei Stahlrandprofile angeboten:

 

 

Das RW-Profil

 

 

 

und das BEJ-Profil

 

 

 

Der Belagsebene Einbau bewirkt höchsten Fahrkomfort, lange Lebensdauer und geringste Lärmemission.

 

Die Randprofile des BRITFLEX® - Übergangs können auch mit Verbundankern als Justierhilfe bzw. zur Verbundverstärkung versetzt werden

 

Der BRITFLEX® - Fahrbahnübergang ist ideal, um bei Sanierungen andere defekte Fahrbahnübergänge zu ersetzen. Der Tragwerksbeton muss nicht aufgebrochen werden und der schnelle, abschnittsweise Einbau ermöglicht minimale Verkehrsunterbrechungen außerhalb der Verkehrsspitzen. Die Profile von bestehenden einprofiligen Übergängen können autogen abgetragen werden, die Verankerungskonstruktionen verbleiben im Tragwerk und verbinden sich mit dem BRITFLEX® - Polymerbeton.

 

 

Entwurfsgrundlage

 

Typ

Maximaler

Dehnweg in

mm

MindestaAussparung

im Belag mm

Fugenspalt mm

Mindestabstand

Leitungen

 

horiz.

vert.

C

D

B mittel

B min

B max

E

B60RW

60

± 15

170

85

35

5

65

120

BEJ50

50

± 15

120

60

55

30

80

70

 

 

  

Ausführung RW- Randprofil mit/ohne Verbundanker          Ausführung  BEJ- Randprofil mit/ohne Verbundanker

 

Entwurfsrichtlinien

 

Um eine ausreichende Verbindung zum Tragwerksbeton und zur Brückenabdichtung zu erzielen, muss die Brückenabdichtung so hergestellt werden, dass Sie auf beiden Seiten 50 mm in den Übergangsbereich hineinreicht. Dieser Überstand wird während der Installation des BRITFLEX® - Übergangs entfernt. Der freie Querschnitt der Brückenabdichtung wird durch den heißen Binder eingebunden und abgedichtet.
Der offene Brückenspalt muss vor den Asphaltierungsarbeiten provisorisch mittels Blech bauseitig abgedichtet werden.

Der BRITFLEX® - Fahrbahnübergang sollte immer bis Tragwerksaußenkante und bis auf Höhe der Brückenabdichtung geführt werden.

 

 

 

 

Bordsteinausbildung

 

Die Randprofile werden normalerweise im Bordsteinbereich auf Oberkante Bord,- bzw. Gehweg hochgezogen, oder werden Alternativ auf Fahrbahnniveau bis zum Gesimsbalken weitergeführt.

 

 

 

Fahrbahnabschnitt mit eingebauten BEJ Fahrbahnübergang

 

 

Gehwege

 

Schrammbord- Gesims- oder komplette Gehwegabdeckungen sind gegen Aufpreis erhältlich. Bitte wenden Sie sich an Reisner & Wolff Engineering Wels.

 

 

 

 

 

 

 

 

Einzelmaterialbeschreibung

 

1)    BRITFLEX® - Harz

 

Das BRITFLEX® - Harz ist eine 2 Komponenten Flüssigmasse (Harz und Härter).

 

2)    Gesteinsmischung

 

Das Gestein ist eine sortierte Mischung.

 

3)    RW-Randprofil

 

Die Metallrandprofile werden entsprechend den zugelassen RW-Randprofilen mit werkseitigem Korrosionsschutz geliefert. Das Profil wird mittels Kopfbolzen und optionalen Ankerlaschen im BRITFLEX® - Mörtel fixiert. Lieferlänge 7,5m, der Zuschnitt erfolgt auf der Baustelle.
Materialqualität S355J2G3, Abmessungen 75 x 49

 

4)    BEJ- Randprofil

 

Gezogenes Metallrandprofil Ausführung  aus Baustahl in Qualität 070M20 (BS 970 Pt. I: 1983) mit werksseitigem Korrosionsschutz geliefert. Profilabmessungen 25mm breit und 48mm hoch. Lieferlänge 7,5m, der Zuschnitt erfolgt auf der Baustelle. Für spezielle Anwendungsfälle ist ein Profil 25 x 43mm lieferbar.

 

5)    BEJ- Profil elastisch geklemmtes Hohlzellenprofil

 

Das extrudierte EPDM Profil ist in verschiedenen Größen für entsprechende Dehnwege erhältlich. Die Hohlzellenprofile werden in Rollen von 25 oder 60m geliefert.

 

6)    RW Dichtband mechanisch geklemmt

 

Das Elastomerprofil aus EPDM ist in Rollen bis max. 300m lieferbar. Das Dichtband wird mittels einer Klemmleiste und den Befestigungselementen (Rändelstiften) mechanisch an das RW- Profil geklemmt.

 

7)    Entwässerungskanal (Option)

 

Der Drainagekanal ist ein gelochtes quadratisches Aluminiumrohr 20 x 20mm in 5m Länge.

 

8)    Polystyrene

 

Dienen zur Fugenspaltabdichtung während des Einbaus.

 

 

Einbau

 

a) Installationsphasen des BRITFLEX® - Fahrbahnübergangs

 

Die zwei Reaktionsharzkomponenten werden in ölummantelten, gasbefeuerten Kesseln aufgewärmt und auf einer Temperatur von 65°–85°C gehalten.

 

Die Fahrbahnübergangsbreite wird am Belag markiert und mit einem Asphaltschneidegerät ausgeschnitten, um einen Trog in der Fahrbahn auszubilden. Die Trogbreite hängt von der ausgewählten Belagsaussparungsbreite, der Type des Fahrbahnübergangs und der erforderlichen Spalteinstellung ab.

 

 

Der Ausbruch oder ein bestehender defekter Fahrbahnübergang wird ausgebrochen und entfernt.

 

 

Der offene Trogquerschnitt wird grob gereinigt. Schadhafter Asphalt bzw. Beton wird ebenfalls entfernt.

 

Der gesamte Fugenraum wird vor dem eigentlichen Einbau durch Sandstrahlen optimal vorbereitet.

 

Alle Oberflächen müssen vor dem Anstrich getrocknet werden, z.B. durch Pressluft und/oder Heißluft (abhängig von den Wetterbedingungen).

 

Wenn eine Entwässerung vorgesehen ist, muss der Voranstrich unterhalb des Bereichs des Drainagekanals mit einer Mischung aus den zwei Harzkomponenten erfolgen. Dieser wird mit Schalnägeln befestigt und vor dem Eindringen von Harz mit Abdeckband geschützt. Der Anschluss des Drainagekanals erfolgt bauseitig in das Brückenentwässerungssystem.

 

Der Polystyrene Fugenverschluss wird zugeschnitten und im Fugenspalt angebracht, wobei sicherzustellen ist, dass er im Spalt fest sitzt. Dann wird der komplette Trog mit der Harzmischung vorangestrichen.

 

 

Die Randprofile werden geschnitten und geschweißt und an eventuelle Änderungen im Niveau oder der Richtung angepasst.

 

Die Randprofile werden auf den Abstandhaltern der entsprechenden Größe positioniert und an den Rückhaltungen befestigt, die exakt über den Fugenspalt angeordnet sind und in Richtung und Niveau eingestellt sind.

 

 

 

Das Harz wird aus den vordosierten Behältern der zwei Komponenten mittels Rührwerk gemischt, bis es homogen und schlierenfrei ist.

 

Der Reaktionsmörtel wird zuerst durch Vorwärmung eines 20 kg Sackes des Gesteins auf ca. 70°C im Mixer vorbereitet. Dann wird die entsprechende Dosis der Harzmischung zugesetzt und gemischt bis der Mörtel homogen ist.

 

Der Reaktionsmörtel wird in den vorbereiteten Trog der Fahrbahn gegossen und glatt mit den Randprofilen und dem Belag abgezogen.

 

 

Wenn eine passende Länge des Übergangs vergossen ist, können Aushärtungshauben über dem Fahrbahnübergang angeordnet und heiße Luft eingeblasen werden.

 

Der Reaktionsmörtel härtet nach 2–3 Stunden aus wobei er eine Temperatur von ca. 70°C erreicht. Danach kann gekühlt werden bevor die Abstandsbleche und die Rückhaltungen sowie die Polystyrene Fugenverschlüsse entfernt werden.

 

 

Die Dichtbänder können nach erfolgter Aushärtung der Vergussmasse eingebaut werden.

 

 

b) Wetter und Temperaturbedingungen

 

Nachdem die Oberflächen vorangestrichen sind ist der Fahrbahnübergang effektiv abgedichtet. Bei Temperaturen unter 5°C bleibt das Reaktionsharz inaktiv bis Wärme eingebracht wird. Dies erfolgt mit Aushärtungshauben. Bei Temperaturen darüber wird das Harz ohne Hilfe aushärten.

 

Die BRITFLEX® - Vergussmasse kann nur bei trockenem Wetter eingebaut werden.

 

Die Vorarbeiten des Schneidens und Ausbrechens können bei jedem Wetter ausgeführt werden.

 

 

c) Zeitabstand nach Ende der Arbeiten und vor Verkehrseröffnung

 

Wenn das Reaktionsharz ausgehärtet ist, kann das Elastomerprofil eingebaut werden und der Fahrbahnübergang für den Verkehr freigegeben werden. Erfolgt der Einbau in Abschnitten, kann der Fahrbahnübergang nach Aushärtung der Abschnitte mit oder ohne Einbau des Elastomerelementes für den Verkehr geöffnet werden. Durch Anpassung der Einbauabschnitte ist eine minimale Verkehrsunterbrechung gewährleistet.

 

 

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