POLYFLEX® - Fahrbahnübergang

 

 

 

 

Der POLYFLEX® - Fahrbahnübergang ist eine elastische Belagsdehnfuge für niedrige und mittlere Bewegungen von Straßenbrücken. POLYFLEX® wird seit über 10 Jahren von unserem britischen Partner USL weltweit mit Erfolg eingesetzt.

 

Die elastische Belagsdehnfuge wird in Brücken jeder Bauart, ob Autobahnbrücke, Straßenbrücke oder Fußgängerbrücke, für Dehnwege von ± 15mm (infolge DT, Verkehrs- u. Windlasten ) und +15 bis -25mm (inkl. Kriechen u. Schwinden) verwendet.

 

Vorteile

 

·        Für den Brückenneubau und zur Sanierung von Brückenobjekten geeignet.

 

·        Wasserdicht und höchster Fahrkomfort.

 

·        Die Deckschicht kann mittels Fertiger komplett maschinell eingebaut werden. Ein Umsetzen vom Fertiger ist

         nicht erforderlich, daraus ergibt sich eine bessere Ebenflächigkeit der Fahrbahnoberfläche.

 

·        Im Vergleich sehr kurze Einbauzeit gegenüber herkömmlichen Fahrbahnübergängen.

 

·        Es ist keine Aussparung im Tragwerksbeton nötig.

 

·        Einbau mit geringer Verkehrseinschränkung halbseitig bzw. Fahrspurweise.

 

·        Im Falle einer Beschädigung kann die Belagsdehnfuge sehr wirtschaftlich ohne Beschädigung des

         angrenzenden Belages erneuert werden.

 

·        Die Belagsdehnfuge passt sich den Verformungen des angrenzenden Belags an. Daraus ergibt sich

         eine wesentliche Lärmminderung im Vergleich zu herkömmlichen Fahrbahnübergängen.

 

 

Beschreibung

 

Der POLYFLEX® - Fahrbahnübergang erstreckt sich auf die volle Stärke des Belags und wird eingebaut nachdem die Fahrbahn- und Randkonstruktion komplett fertig gestellt ist. Eine typische Übergangskonstruktion ist in Bild 1 dargestellt. Die Breite des POLYFLEX® -  Fahrbahnübergangs wird abhängig vom Verschiebeweg und der Art des Verkehrs ausgewählt. Im Regelfall wird der Fahrbahnübergang mit einer Nominalbreite von 500 mm ausgeführt.

 

Bild 1

 

 

1  Brückenplatte bzw. Widerlagerkonstruktion

2  Belagsstreifen aus polymervergütetem Bitumen (FEBA) und einem mineralischen Stützkörper aus Hartgestein

3  Abdeckblech (siehe Tabelle 1) mit Zentrierung mittels Stift oder Metallwinkel

4  Belag in Asphalt oder Betonbauweise

5  Brückenabdichtung

6  FEBA Bindemittel

7  Hitzebeständiger Schaumstoff

8  Optional Drainagekanal

9  Dehnungsfuge – Fugenspalt

 

Binder sind thermoplastische Materialien und bestehen aus einer Mischung von polymermodifiziertem Bitumen, mineralischen Füllstoffen und chemischen Zusätzen.

 

POLYFLEX® verwendet sortiertes Gesteinsmaterial der Korngrößen von 11/16 und 16/22mm. In Fahrbahnübergängen mit einer geringeren Stärke als 100mm kann Gesteinsmaterial mit kleineren Korngrößen gewählt werden. Im Gehweg kann zur Rutschsicherung mit speziellem Splitt abgestreut werden.

Die Materialien werden im flüssigen Zustand mit einer Temperatur von ca. 180°C heiß eingebracht.

 

Um ein Eindringen des flüssigen Bitumens in den Fugenspalt zu verhindern wird ein hitzebeständiger Schaumstoffstreifen eingebracht.

Der Fugenspalt wird mit einem zentrierten Fugenabdeckblech entsprechend der Tabelle 1 überbrückt.

 

Bei größerem Längsgefälle der Brücke kann auf der höher liegenden Seite des Fahrbahnübergangs zusätzlich ein Drainagekanal angeordnet werden um eine Stauwasserbildung im Belag zu vermeiden.

 

 

Tabelle 1

Fugenspalt (max.)
in mm

Blechdicke
in mm

bis 60

3

65 – 80

4

85 – 100

5

105-120

6

 

 

Ausführungsdetails

 

Fahrbahn

 

Wenn nach der Belagsherstellung und vor dem Einbau des POLYFLEX® - Übergangs mit einer Bewegung des Tragwerks zu rechnen ist sollten nach ausreichender Abkühlung des Belags Fugenschnitte ausgeführt werden um Rissbildungen zu verhindern.

 

 

Randstreifen - Gehwegbereich

 

Der Fahrbahnübergang wird im Bereich des Randstreifens bzw. Gehweges in der gleichen Breite wie im Fahrbahnbereich ausgeführt und im Regelfall auf volle Höhe aufgefüllt. Eine Abgrenzung bestehend aus Beton- bzw. Granitschrammbord (siehe Bild 2) oder aus einem Schleifblech ist erforderlich (siehe Bild 3). Alternativ kann der Übergang auf Belagsebene bleiben und der Gehweg mit einem Abdeckblech über die gesamte Gehwegbreite versehen werden.

 

Randsteine müssen so angeordnet werden, dass sie mit dem Fugenspalt enden und auf Übergangsbreite unterschnitten werden, um den POLYFLEX®  - Fahrbahnübergang durchgängig darunter zu führen (siehe Bild 3). Die Unterführung sollte mindestens 70mm stark sein (siehe Bild 4). Randsteine halten den Übergang im Randstreifenbereich, die Spalte dazwischen sind mit einer Kittfuge oder Wabenband zu schließen um ein optisch einwandfreies Aussehen zu erreichen.

 

 

Bild 2

 

Bild 3

 

Bild 4

 

 

Rohrdurchführungen

 

Bestehende Leitungen bzw. Rohrdurchführungen im Gehwegbereich müssen aus hitzebeständigem Material bis ca. 180°C und gegen Eindringen von heißem Binder abgedichtet sein.

 

Zu berücksichtigen ist ferner der Abstand über, unter und zwischen den Kabelrohrdurchführungen um die Funktionsfähigkeit des Übergangs zu gestatten, der die Funktion nicht beeinträchtigt (siehe Bild 4).

 

Über und unter Kabelrohren bzw. Manschetten durch den POLYFLEX®  - Fahrbahnübergang ist eine minimale Deckung von 50mm einzuhalten. Der Minimalabstand zwischen Rohren beträgt 75mm bevorzugt wird jedoch 125mm.

 

 

Entwurfsrichtlinien

 

Der POLYFLEX®  - Übergang ist einfach einzubauen, und auch im Entwurfsstadium einfach zu detaillieren. Unser Beratungsdienst ist in der Lage, Sie in allen Detailfragen zu unterstützen.

 

Bei Neubauten ist sowohl der Fahrbahnbelag als auch die Randstreifenkonstruktion vor dem Einbau des Übergangs fertig zu stellen.

 

Asphaltdehnfugen nützen die Haftung zum Tragwerksbeton. Der eingebaute Beton hat in Güte und Qualität den Vorschriften zu entsprechen. Um eine ausreichende Verbindung zum Tragwerksbeton und zur Brückenabdichtung zu erzielen, sollte die Brückenabdichtung so hergestellt werden, dass Sie auf beiden Seiten 50 mm in den Übergangsbereich hineinreicht. Dieser Überstand wird während der Installation des POLYFLEX®  - Übergangs entfernt. Der freie Querschnitt der Brückenabdichtung wird durch den heißen Binder eingebunden und abgedichtet.
Der offene Brückenspalt muss vor den Asphaltierungsarbeiten provisorisch mittels Blech bauseitig abgedichtet werden.

 

Zur Oberflächenstrukturierung und Rutschsicherung kann der POLYFLEX®  - Fahrbahn-übergang an der Gehwegoberfläche mit Split Korngröße 2/6mm abgestreut werden.

 

Das korrekte Funktionieren und die Bewegung des Übergangs setzen eine sorgfältige Beachtung der generellen Möglichkeiten von elastischen Belagsdehnfugen voraus. Zu vermeiden sind elastische Belagsdehnfugen in Bereichen mit stehendem bzw. langsam rollendem Verkehr (Kreisverkehr, vor Kreuzungen), oder bei einem sehr schrägen Verlauf der Fuge in Fahrtrichtung.

 

 

Alternative Anwendungen

 

Der Einsatz einer elastischen Belagsdehnfuge als wasserdichte Konstruktion ist auch vor und nach einer Fingerfuge oder Mattenkonstruktion möglich.

 

 

Einbau

 

 

Der Belag wird mittels Asphaltschneidegerät im Fahrbahnbereich auf die festgelegte Breite geschnitten, dann wird der entstehende Trog ausgebrochen.

 

 

 

Dieser Ausschnitt wird zusammen mit der Aussparung im Rand- oder Mittelstreifenbereich gereinigt und mit Flammstrahl getrocknet und anschließend durch Sandstrahlen und Druckluftreinigung für den POLYFLEX®  - Einbau vorbereitet.

 

 

 

Dann wird der Spalt durch eine Schaumstoffeinlage abgedichtet und der Tragwerksbeton mit heißem Binder beschichtet. Nach dem eventuellen Einbau von Entwässerungen wird das Einlageblech über dem Fugenspalt angeordnet und der gesamte Trog mit Binder beschichtet.

 

 

 

Der POLYFLEX®  - Fahrbahnübergang wird in ein bis drei Lagen eingebaut. Vor dem Einbringen in den Trog wird das Gestein erhitzt und mit heißem Binder vermischt. Diese Lage wird dann mit Binder gefüllt, bevor weitere Lagen eingebaut werden. Vor dem Einbringen der letzten Lage darf der Übergang abkühlen. Die letzte Lage ist besonders reich an Gestein und ragt geringfügig über die Fahrbahnoberfläche hinaus; sie wird anschließend auf das Niveau der angrenzenden Fahrbahn verdichtet. Schließlich wird der Übergang nochmals mit Binder übergossen und auf die Umgebungstemperatur abgekühlt. Der Verkehr kann sofort nach vollständigem Abkühlen über den Übergang geführt werden. Die Auskühlzeit ist abhängig von der Umgebungstemperatur, der Dicke des Übergangs und den Wetterbedingungen.

 

Um kleinere Lücken zu füllen, die an der Oberfläche des Übergangs während des Kühlens sichtbar werden können, kann eine letzte Lage Binder aufgebracht werden.

 

Arbeitsunterbrechungen, z.B. wegen Schlechtwetter oder Ende der Arbeitszeit sind in jeder Einbauphase möglich.

 

 

 

Technische Beratung

 

Weitere technische Informationen sind auf Anfrage erhältlich. Eine Beratung wird empfohlen, um die richtige Materialauswahl bzw. Konstruktion im Sinne einer optimalen und wirtschaftlichen Anwendung sicherzustellen.

 

 

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