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TRANSGRIP® - Fingerübergang
Seit dem Beginn des modernen Großbrückenbaus wurden wasserdurchlässige Fahrbahnübergänge in Finger- oder Kammform zur Überbrückung des Widerlagerspalts herangezogen. In den 70er Jahren erkannte man zunehmende Korrosionsschäden an Brücken durch die Wasserdurchlässigkeit. Mit Entwicklung des TRANSGRIP® - Fingerüberganges ist es unserem Unternehmen gelungen, die Anforderungen der Bauherrn, der Erhalter, der Benutzer, der Anrainer und der Verkehrssicherheit an eine Dehnfuge für Schwerlastverkehr mit hoher Geschwindigkeit perfekt und auf Bauwerkslebensdauer zu erfüllen.
Beim TRANSGRIP® - Fingerübergang wird der Fugenspalt durch frei auskragende Finger überbrückt. Die soliden und ermüdungssicheren Fingerelemente mit einer Maximallänge von 2m werden mit dem massiven, einbetonierten Stahlunterbau zweireihig verschraubt. Unter den Fingerplatten des TRANSGRIP® - Fingerübergangs sorgt eine mechanisch geklemmte und auswechselbare, großzügig dimensionierte Rinne aus bewehrtem Elastomer (Förderbandqualität) für rasche und sichere Entwässerung in das Brückenentwässerungssystem und somit für zusätzliche Aquaplaningsicherheit. Die Entwässerungsrinne ist durch ein Gefälle mit größter Selbstreinigungswirkung wartungsarm und kann durch die Fingerspalte von oben mittels Hochdruckwasserstrahl mühelos gereinigt werden.
Die Oberfläche der Fingerplatten kann mit einer Riffelung versehen werden.
Die außergewöhnlich solide und massive Ausführung aller Details und das Fehlen von Verschleißteilen ermöglicht einwandfreie Funktion auf Bauwerkslebensdauer. Die Dichtheit des Übergangs schützt darunter liegende Einrichtungen vor einer Zerstörung durch die an der Oberfläche befindlichen Substanzen.
Kabelrohrdurchführungen und ähnliche Einbauten im Gehwegbereich werden durch Platz sparende Schleifblechkonstruktionen erleichtert.
Die Ausführung des TRANSGRIP® - Fingerübergangs mit beidseitiger Betonschwelle kann nach der Herstellung des Belages auf dem Tragwerk und der anschließenden Verkehrsfläche eingebaut werden und bietet so - wegen der Vermeidung jedes Niveauunterschiedes - optimalen Fahrkomfort.
Die Ausführung mit direktem Belagsanschluss hat einen großzügig dimensionierten Stahlschenkel als Abdichtungsanschluss, der auf Wunsch zusätzlich mit einer mechanischen Klemmung ausgerüstet wird. Die massive Stahlunterkonstruktion ist mit großzügigen Öffnungen für das Einfüllen und Verdichten des Vergussbetons ausgerüstet. Der TRANSGRIP® - Fingerübergang kann zum fahrspurweisen Einbau geteilt geliefert werden. Feuerverzinkte Abschalbleche werden in jedem Fall mitgeliefert.
Die Wasser ableitende Membrane kann, falls erforderlich, von unten oder von oben ausgewechselt werden. Die Entwässerung der Membrane erfolgt Wahlweise nach Außen oder über einen Ablaufstutzen.
Im Gehwegbereich ist die Anordnung zusätzlicher Revisionsöffnungen möglich.
TRANSGRIP® - Fingerübergänge können auch schräg ausgeführt werden (je nach Typ bis ca. 50°).
Die geringe Bauhöhe der Konstruktion eignet sich besonders
gut für Sanierungen.
Bis 2003 wurde einzig auf Basis einer Typenreihe angeboten (F80;
F140; F200; F260; F320; F380; F440). Für diese Typenreihe liegt seit 1998 die
Zulassung vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten der Republik
Österreich vor (Geschäftszahl 860.300 / 32 - VI / B / 7 /98).
Um die mit der Zulassung im Zusammenhang stehenden hohen Qualitätsanforderungen dauerhaft sicherzustellen, wird das Produkt von der Materialprüfanstalt Stuttgart fremdüberwacht. Neben dieser Fremdüberwachung erfolgt natürlich auch eine kontinuierliche Eigenüberwachung auf Basis der ISO 9001. Tausende Laufmeter TRANSGRIP® - Fingerübergänge unter Verkehr beweisen den Qualitätsanspruch in der Praxis.
[Seitenbeginn RIFFELUNG
Einleitung
Die Entwicklung der Riffelung ergab sich aus dem Wunsch der MA29 für eine stark frequentierte Autobahn in Wien. Glatte Flächen sollten aufgrund der großen Breite der Fingerplatten vermieden werden. In der Folge wurde mit Einfräsungen experimentiert bis die Riffelung in Ihrer jetzigen Ausführung entstanden ist. Für eine höhere Effizienz der Oberfläche empfiehlt sich eine Ausführung ohne Korrosionsschutz.
Beschreibung
Durch kreuzweises Einfräsen von rillenförmigen Vertiefungen diagonal zur Fahrtrichtung, erhöht sich die entstehende Reibung zwischen Reifen und Stahlplatte gegenüber einer glatten Fläche.
Der Effekt dieser Oberflächenbeschaffenheit ist ein zweifacher: neben der absoluten Rutschsicherheit über lange Zeit wird durch die Profilierung mit Rillen auch der Oberflächenwasserablauf wesentlich verbessert.
Standzeit
Um eine Aussage zur Standzeit zu bekommen, wurde
am Arsenal Wien, Dr. Augustin, eine Abriebfestigkeitsprüfung vorgenommen. Diese
Prüfung ergab, daß die Standzeit der Riffelung im Bereich mineralisch gebundener
Beläge liegt.
Lärm
Die Fingerfuge weist aufgrund Ihrer Geometrie bereits einen sehr geringen Lärmpegel während der Überfahrt auf. Der Grund liegt darin, dass der Latsch des Reifens, egal in welcher Stellung, immer einen Teil der Fingerplatten berührt. Ein schlagartiges Auftreffen auf das gegenüberliegende Ufer ist nicht möglich! Zusätzlich wird diese Eigenschaft noch durch die schräg zur Fahrtrichtung ausgerichteten Rillen unterstützt. Im Gegensatz zu durchgehenden Querfugen entsteht kein schlagendes Geräusch.
[Seitenbeginn RADFAHRSCHUTZ
Einleitung
Unfälle auf Fahrbahnen mit Fahrradverkehr verhindert die von uns zum Patent angemeldete Schutzvorrichtung.
Grundsätzlich wird der Radfahrverkehr im Zuge von Bundesstraßenbrücken in der Regel auf von der Fahrbahn baulich getrennten Radwegen geführt, die mit Schleifblechen ausgestattet, ein gefahrloses Passieren ermöglichen. Es gelten die einschlägigen Bestimmungen der RVS 15.45 neu im Hinblick auf Höhenversatz etc.
Nachdem aber nicht ausgeschlossen werden kann, daß sich Radfahrer trotz entsprechender Verbotsschilder, z.B. während des Trainings, auf die Fahrbahn verirren, haben wir eine Schutzvorrichtung erdacht, die verhindert, daß die relativ schmalen Reifen in die Spalte zwischen die Finger geraten.
Diese Schutzvorrichtung ist konzipiert für die Typen F 200 bis F 380; bei den Typen mit kleineren Dehnwegen F 80 und F 140 ist diese Vorrichtung nicht erforderlich, da dort keine bzw. kritische Öffnungen (siehe auch RVS) erst bei Temperaturen unter –15° C entstehen, wo Radfahrverkehr auszuschließen ist.
Die geringfügigen konstruktiven Änderungen sind hinsichtlich Tragsicherheit und Ermüdungsfestigkeit vom durch das Ministerium bestätigten Prüfer BR h.c. Ziv.Ing. Dipl.Ing Peter Fritsch nach Überprüfung freigegeben.
Beschreibung
Alle Spalte werden durch an der Fingerplatte versenkt befestigte Stahlzungen aus Federstahl abgedeckt, die bei Bewegung des Fahrbahnüberganges durch die jeweils gegenüberliegende Fingerspitzenunterseite nach unten gedrückt werden. Die Federkraft sorgt dafür, daß ständig ein Anpreßdruck nach oben besteht, der der Belastung des Radreifens standhält. Dies gilt für sämtliche Bewegungszustände des Übergangs. Das System ist in den Anlagen dargestellt. Die Federstahlzungen werden durch die Anordnung von ca. 1 mm unterhalb der befahrenen Oberfläche des Übergangs nur durch die Radfahrlasten beaufschlagt und müssen somit nur darauf bemessen werden.
Patent
Für die Radfahrschutzvorrichtung besteht unter der Nr. A 99/00354 internationaler Patentschutz.
Versuche
Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit wurde ein Modell im Maßstab 1:1 hergestellt, und eine Erprobung auf der hauseigenen kinematischen Versuchsanlage ab März 1999 vorgenommen. Im Zuge der Tests erfolgte die Materialauswahl, die geometrische Optimierung von Federstahlzungen und Fingerunterseiten unter Einwirkung von verschiedenen Streugütern über den gesamten Bewegungsverlauf sowie ein Bewitterungstest mit 10%iger NaCl Lösung. Als Material wurde schließlich ausgewählt Werkstoff-Nr. 1.4310.
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